lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
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Gold am Giebel

 
Spätestens seit dem 16. Jh. glühten am Ostgiebel des Münsters zu Konstanz vier wagenradgroße goldene Scheiben, für die Schiffer auf dem Bodensee von weit her sichtbar.
 
Die größte Scheibe mit einem Durchmesser von fast 2 m wurde im 11. Jh. geschaffen. Dargestellt wird Christus als Pantokrator, begleitet von zwei Engeln.
 
 
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 Christus-Scheibe
Foto: Konstantin Köhler
 
 
Die anderen drei Scheiben sind im Durchmesser nur etwa halb so groß und sollen Werke verschiedener anonymer Meister sein. Zwei zeigen Brustbilder der Münsterpatrone Pelagius und Konrad, die Dritte einen plastisch gearbeiteten Adler, das Symbol des Evangelisten Johannes.
 
 
konstanz.1299 cut
 
Adler Scheibe
Foto: Konstantin Köhler
 
Nach ihrer Restaurierung in 1973 wurden die Kunstwerke in der Krypta (um 900 erbaut) des Münsters aufgestellt. Den Ostgiebel zieren nun Kopien.
 

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