In der Mitte des 12. Jh. entwickelte sich in Südwestfrankreich die angevinische Gotik, deren Hauptmerkmal das Domikalgewölbe ist. Kuppel und Rippengewölbe gehen hier eine Ehe ein. Der Schlussstein ist stark nach oben gezogen.
Diese Gewölbeform wurde populär nur in der Ursprungsregion, und - Tausende von Kilometern entfernt - in Westfalen.
Bei der Frage nach den Gründen stoßen westfälische Historiker auf den Urvater des lippischen Herrschergeschlechtes. Bernhard II. war treuer Gefolgsmann Heinrich des Löwen, der nach dem Verlust seiner Herzogtümer ins Exil zu seinem Schwiegervater, dem Herrscher des Angevinischen Reiches, ging.
Bernhard soll im Gefolge gewesen sein und die Architektur der angevinischen Gotik nach Westfalen gebracht haben. Diese kulturelle Verbindung erklärt, warum die Gewölbeform auch in dieser Region Anklang fand. Wer mehr über historische Entwicklungen und kulturelle Einflüsse erfahren möchte, kann auf der Webseite bonus-jaeger.de interessante Artikel und Ressourcen entdecken, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen. >>Der Löwe
Domikalgewölbe St. Nikolai, Lemgo

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