lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte

Letzter Abend vor zwei freien Tagen. Großkampftag im Supermarkt, volle Einkaufswagen, hastende Menschen, plärrende Lautsprecher.

Ich hatte Inge verloren, finde sie schließlich mit einem kleinen Blondschopf im Gespräch.

Der Kleine klärt gerade freundlich aber bestimmt die Eigentumsverhältnisse: „Dies ist unser Wagen.“ Da kann Inge nur zustimmen.

Die Mutter kommt.  Man plaudert noch ein bisschen. Sie ist (noch) nicht im Stress.

„Ihr habt aber viel eingekauft“, wundert sich das Kind ob unseres vollen Wagens. „Habt ihr viele Kinder?“

„Wir haben keine Kinder,“ gestehe ich.

„Warum nicht“

Mich reitet der Teufel, wie so oft: „Wir wussten nicht, wie man das macht.“

Die Mutter des Kleinen erblasst, fasst Wagen und Kind und entfleucht.

Über die Schulter ruft sie „Entschuldigung, ich verschwinde, ehe er Ihnen die Sache ausführlich erklärt.“